Bluetooth ist eine Funktechnik für kurze Distanzen, die von der Bluetooth SIG (Special Interest Group) entwickelt und veröffentlicht wird. Seitdem Bluetooth auf dem Markt ist und quasi in jedem erdenklichen Elektrogerät integriert ist, wurden immer mehr Anwendungen auf Bluetooth-Funktionalität ausgelegt. Das auch Linux von diesen Möglichkeiten Gebrauch machen kann, soll hier mit den Skripten bluefind und bluevent gezeigt werden.
Vorbereitungen
Hinweis:
Die unten verlinkten und an den Artikel angehängten Skripte wurden von Mirko Dölle im Rahmen des Artikels "Blauer Zauber" in c't 19/2007, Seite 202 erstellt. Achtung: Die Software unterliegt nicht der CC-Lizenz von open-slx, sondern der GNU GPL .
Die benötigten Skripte befinden sich im angehängten Archiv]. Die Skripte müssen ausführbar gemacht werden. Diese werden dann mit Root-Rechten in das Verzeichnis /usr/bin kopiert.
Experten-Info:
Es handelt sich um eine leicht veränderte Version der Skripte. Das Skript dbus-signal wurde so verändert, dass sich der .emit-Aufruf nun in einer Schleife befindet. Dieses ist seit einigen Python-Versionen notwendig.
Skripte einrichten
Hierfür werden die Skripte bluefind und bluevent benötigt, die jetzt eingerichtet werden. Die Datei /etc/dbus*/system.conf muss mit root-Rechten und einem Editor bearbeitet werden. In den Bereich <policy context="default"> fügt man folgendes ein:
<allow own="de.heise.ct.Signal"/>
Die geänderten Einstellungen müssen so neu geladen werden:
su
rcdbus reload
Testen der Einstellungen
In einem Terminal kann man den dbus-monitor starten:
sudo dbus-monitor --system
Nun schickt man einen Testbefehl los:
dbus-signal Test
Im Monitor-Fenster sollte nun der String "Test" erscheinen. Wenn nicht, fehlen vielleicht die Pakete.
Finden der Geräte-ID
Damit die Skripte wissen, auf welches Gerät sie reagieren sollen, sucht man wie folgt nach der Mac-Adresse des Gerätes:
sudo hcitool scan
Es erscheint eine Liste mit Mac-Adresse (xx:xx:xx:xx:xx:xx) und den selbst gewählten Gerätename. Diese Nummer braucht man für den folgenden Schritt.
Einrichten des Screenlocks
Man legt eine Datei ~/.bluevent an. Beim Eintritt des Gerätes in die Funkreichweite werden Befehle hinter einem Plus ausgeführt. Wird der Funkbereich verlassen, werden die Befehle hinter einem Minus ausgeführt.
GNOME
- xx:xx:xx:xx:xx:xx gnome-screensaver-command --lock
+ xx:xx:xx:xx:xx:xx gnome-screensaver-command --deactivate
Wobei xx:xx:xx:xx:xx:xx die oben erkannte MAC-Adresse des Gerätes ist.
KDE
- xx:xx:xx:xx:xx:xx dcop kdesktop KScreensaverIface lock
+ xx:xx:xx:xx:xx:xx dcop kdesktop KScreensaverIface isBlanked && dcop kdesktop KScreensaverIface quit
Wobei auch hier xx:xx:xx:xx:xx:xx die oben erkannte MAC-Adresse des Gerätes ist.
Weitere nützliche Befehle
Weitere nützliche Befehle sind z.B.:
- xx:xx:xx:xx:xx:xx xset dpms force off
+ xx:xx:xx:xx:xx:xx xset dpms force on
schaltet den Monitor in den Standby-Modus und wieder ein
Starten der Skripte
Damit die Skripte immer starten, wenn man sich anmeldet, hängt man die folgenden Befehle an den Autostart:
bluevent && bluefind
Links
- Offizielle Bluetooth-Website
- Wikipedia: Bluetooth in der Wikipedia
Dieser Artikel wurde abgeleitet von http://wiki.ubuntuusers.de/Bluevent
Die Angaben bzw. Änderungen wurden von open-slx ausgeführt, sowie einigen Community-Mitgliedern des Portals.
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